Seniorenliga Xanten

14. September 2015 | Von psv | Kategorie: Wettkämpfe

Senioren I – epischer Saisonabschluss 2015 in Xanten

Wo liegt Xanten? irgendwo im äußersten Nordwesten in NRW, am Niederrhein. Das Navi im Judobus sagt gute 140 km. Das zur kulturellen Vorbildung.

Netterweise ist der Start erst um 11:30 Uhr, was eine für Sonntag halbwegs akzeptable Abfahrtszeit zulässt, die den nötigen Spielraum für Heldentaten bietet.

Auf welchem sagenumwobenen Terrain wir hier beim 31. Nibelungentriathlon unterwegs sind, erschließt sich erst während des Schreibens des Berichtes.

Sagenhaft kühl ist es nach dem verregneten Auftritt in Witten auch an diesem Tag, der verwunschene Regen fehlt zum Start glücklicherweise. Vorher noch die beherzte Installation der Wechselzone und die heiligen Rituale auf dem Abort in der Zielzone.

Märchenhaft frisches Wasser (im Vergleich zur Ruhr in Witten) in der Xantener Südsee, wo es mit einem Strandstart gleich – zuschauerfreundlich – unter einer Brücke in den verwunschenen alten Rheinarm Pistley geht. Schnell die Boje umschwommen, vor möglichen Wassergeistern fliehend wieder zurück, hurtig aus dem Wasser zum getreuen Rad, welches ungeduldig und tatendurstig wartet.

Die PSV-Senioren schlagen sich gut, Christoph Z. muss dem hohem Tempo beim Schwimmen in der Wechselzone und auf den ersten Radkilometern zunächst Tribut zollen, vorne zieht Christoph M. nach schnellem Wechsel kühn und unangefochten seine (insgesamt 5) Runden und treibt sein Ross beherzt in Richtung zweiter Wechsel. Doch Obacht, hinterhältige Regenböen machen den PSV-Recken das Leben schwer.
Daniel, der Neu-Jung-Senior startet mit heruntergeklappten Visier dennoch eine heldenhafte Aufholjagd, nachdem ihm in den Fluten der Südsee die Schwimmbrille in einem Händel niederträchtig heruntergeschlagen wurde. Auch Martin trotzt den Wettergöttern und setzt sich kurz vor dem Wechsel in vorbildlicher Haltung wacker an die zweite Mannschaftsposition – und das mit der infernalischen Inferno-Radstrecke in den Beinen!

Die edlen und schnellen Rösser abgestellt geht es auf die epische Laufstrecke und die PSV-Athleten rennen als wäre der Lindwurm persönlich hinter ihnen her. Hier tut sich vor allem Daniel – jetzt mit offenem Visier – mit der mannschaftsintern schnellsten Laufzeit hervor. Fast ein Opfer des Untiers wird allerdings Christoph M. , der durch heimtückische Pein im Rücken viel Tempo rausnehmen muss, aber heldenmutig das Ding nach Hause läuft und finisht.

Die Senioren haben mit einem sehr schönen, gut organisierten, sagenumwobenen Wettkampf die Saison beendet.

Das Epos in nüchternen Zahlen:

Danke an alle Beteiligten der beiden Seniorenmannschaften, der Verbandsligamannschaft für die Unterstützung an der Strecke und die Leihgabe ihres Kapitäns, es hat auch dieses Jahr viel Spaß mit Euch gemacht!
Die nächsten Heldentaten werden vorbereitet.

Zwischen Nordsee und Südsee – Ligastart der Senioren II

Geht das, ein Triathlon zwischen Nord- und Südsee? Offensichtlich, denn es ist beiden Seniorenmannschaften im ehemaligen Reiche des Drachentöters Siegfried bestens gelungen!

Einen Speerwurf entfernt von der „Colonia Ulpia Trajan“, der drittgrößten Stadt im Kaiserreich Trajans, das heutige Xanten, waren Siegfrieds Recken zum 31. Mal geladen im Ortsteil Wardt zwischen dem Nordsee und dem Südsee auf olympischer Distanz ihre Leistung zu messen. Stark dezimiert organisierte Teamkapitän Christian kurzfristig mit Daniel und Inga von „oben“ und mir als Liganovizen von „unten“ Ersatz.

So gingen Daniel und Inga mit einer starken Laufleistung auch als jeweilige Team-Erste durchs Ziel und sicherten dem PSV zum Saisonfinale in der Seniorenliga den 8. und den 18. Platz von 27 Teams. Dabei stellt der PSV als einziger NRW-Verein zwei Mannschaften. Erfreulich war auch das Come-Back von Christoph nach seinem Sturz beim Bonn-Triathlon, der sich im Wasser nur knapp Christian geschlagen geben musste und nach dem Radfahren mit 3 min Vorsprung als Erster in die Wechselzone zurück kehrte (s. Tabelle unten).

1 km Seite an Seite mit mir entschied Daniel unser Wettschwimmen unter der Brücke für sich. Mit 2 sec. Vorsprung war er als Vierter aus dem Wasser und schon außer Sichtweite, bevor ich meine Radschuhe anhatte. Auch Bernd und Inga zogen in der Wechselzone an mir vorbei. Trotz meines für dieses Jahr vorwiegend aufs Rad konzentrierten Trainings konnte ich meine Position auf der Wendepunktstrecke gegen die 40 km/h-Böhen und drei Regengüsse nicht halten. Erst recht nicht mehr, nachdem mich ein Radpulk in der ersten Runde zu einer unnötigen Durchfahrt durch die Wechselzone nötigte. Beim Laufen konnte ich dann zwar meine Position verteidigen, wurde meiner Rolle als „Senior der Senioren“ so aber mit dem 98. Platz von 111 Startern mehr als gerecht.

Im Resümee bietet sich viel Verbesserungspotential durch regelmäßigere Starts. Mit Blick auf das Reservoir des PSV wäre eine dritte Seniorenstaffel als „Mixed“ in der nächsten Saison dazu eine gute Grundlage?

Mit diesem Teamgeist wird es auch 2016 viele erfolgreiche Liga-Sonntage geben!

Klaus

Inga Radtke 00:29:18 82 01:49:35 78 00:43:11 02:32:46 63
Christian Ahrens 00:30:16 91 01:48:10 72 00:45:09 02:33:19 66
Bernd Seckler 00:28:44 76 01:48:59 74 00:48:26 02:37:25 79
Klaus Ahlborn 00:27:32 68 01:55:22 97 00:53:05 02:48:27 98

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